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November 28th, 2017

Hallo Alexa! Was kannst du eigentlich alles?


geschrieben von Jana Kikillus

Siri war eine Revolution, Alexa findet man mittlerweile in zahlreichen Wohnzimmern technikaffiner Nutzer. Die Sprachassistenten erhalten langsam Einzug in unseren Alltag. Aber was genau können sie eigentlich schon, wie gut funktioniert die Sache mit der Spracherkennung und wo geht der Weg hin?

„Alexa, wie ist das Wetter heute?“ – kurze Pause – „Aktuell sind es in Bonn 15 Grad bei klarem Himmel. Im Laufe des Tages ist es meist bewölkt, bei gleicher Temperatur.“ Einfach das Zauberwort „Alexa!“ sagen, schon ist sie bereit, Fragen zu beantworten. Amazons Lautsprecher Echo und Echo Dot sind mit ihrer Sprachassistentin Alexa seit letztem Jahr auch in Deutschland angekommen und sollen das alltägliche Leben erleichtern. Alexa kann Musik von Streamingdiensten abspielen, Fragen zum Wetter beantworten, Nachrichten versenden, leichte Websuchen beantworten oder Erinnerungen und Kalendereinträge anlegen.

Alexa verknüpft mit anderen Geräten

Richtig interessant wird es aber erst, wenn Alexa mit anderen Geräten verbunden wird. „Mit Alexa ist es möglich, das eigene Smart Home ganz einfach zu steuern“, weiß unser Geschäftsführer Johannes Goering. Das ist beispielsweise mit vernetzten Glühbirnen, wie Philips Hue möglich. Die Glühbirnen lassen sich dann per Sprachsteuerung anschalten, dimmen oder wechseln ihre Farbe. Auch IKEA ist dabei: Seit April gibt es die Smart-Lightning-Produkte von IKEA unter dem Namen „Tradfri“ in Deutschland zu kaufen. Seit November kann das Beleuchtungsset von Amazons Alexa und Apples HomeKit gesteuert werden. Mehr Informationen und Hintergründe gibt es hier. Das Ganze läuft dann über sogenannte Skills, vergleichbar mit Apps, über die sich Alexas Fähigkeiten ausbauen und mit anderen Geräten verknüpfen lassen.

Und es lassen sich immer mehr Geräte mit der Sprachassistentin steuern. Schnell die Heizung regulieren oder das Öffnen und Schließen der Rollläden – mit Alexa kein Problem. Aber eben nur unter der Voraussetzung, dass sie mit anderen Geräten verbunden ist. Hat der Nutzer keine vernetzten Geräte bleibt auch der Funktionsumfang gering. Und wenn die Glühbirne sich nicht mit Alexa versteht, gibt es eben auch kein Licht.

Alexa-Skills für Unternehmen

Alexa ist aber nicht nur für Privatpersonen interessant, auch Unternehmen haben ein Auge auf Amazons Sprachsteuerung geworfen. Denn Alexa ermöglicht es beispielsweise Kunden direkt zu erreichen. Die comdirect-Bank nutzt als einer der ersten Finanzdienstleister Amazons Sprachassistenten. Mit einer eigenen Skill bietet comdirect die Abfrage von Börsenkursen über Alexa an. Das Besondere: Als erste Skill in Deutschland ermöglicht comdirect die Abfrage in Echtzeit und nicht nur tagesaktuell. Alle weiteren Informationen zur Alexa-Skill gibt es hier.

Die Entwicklungen rund um Alexa gehen stetig voran. Ab Mitte 2018 soll der Amazon-Sprachassistent in alle BMW- und Mini-Modelle integriert werden. Fahrer und Beifahrer können dann während der Fahrt mit dem Auto bei Amazon einkaufen, die Musik-Playlist steuern oder andere Skills über die Sprachinteraktion nutzen. Außerdem plant Amazon eine Alexa-Brille. Die smarte Brille soll es dem Träger ermöglichen, Alexa jederzeit zu nutzen.

Neben der Brille möchte Amazon weitere Echo-Lautsprecher und eine Überwachungskamera auf den Markt bringen. Mehr dazu bei golem.de.

Wer sich für die Entwicklung von individuellen Alexa-Skills interessiert, kann uns gerne direkt ansprechen. Als eine der wenigen „managed Amazon Partner“ in Deutschland bieten wir eine enge Abstimmung mit Amazon bei der Entwicklung von Skills.

(Noch) beschränkte Fähigkeiten

Natürlich kommt es vor, dass Alexa mal etwas nicht versteht. Das liegt dann meistens aber nicht an der eigenen Aussprache, sondern am Inhalt. Es fehlt ihr einfach noch an Wissen. Frei sprechen kann man mit ihr noch nicht und wirklich intelligent ist sie auch nicht. Das ist allerdings typisch für den aktuellen Stand aller auf dem Markt erhältlichen Sprachassistenten. Und es passieren auch Pannen: In Amerika ist Alexa schon selbstständig auf Shoppingtour gegangen – allerdings unerwünscht. Bei einer Nachrichtensendung hat sich der Moderator mit seiner Co-Moderatorin darüber unterhalten, dass ein Mädchen versehentlich ein Puppenhaus über Amazon-Echo bestellt hat. Daraufhin bestellten zahlreiche Echo-Geräte, in Haushalten in denen die Sendung im Fernsehen lief, selbstständig Puppenhäuser – sie hatten sich durch den Moderator angesprochen gefühlt. Die versehentlich getätigten Käufe konnten aber retourniert werden.

Amazon hört zu: Datenschutz und Privatsphäre

Und dann ist da ja noch das Thema Privatsphäre und Datenschutz. Ein Wohnzimmer das ständig mithört und auf seinen Einsatz wartet? Dem einen oder anderen kommen da Bedenken. Alles was mit Alexa besprochen wird, wird aufgezeichnet, landet in Form von Audiodateien auf Amazon-Servern und wird dort verarbeitet und gespeichert. Diese Daten können dann auch auf Servern in Ländern landen, die einem geringeren Datenschutzstandard als Deutschland unterliegen. Nutzer sollten sich darüber im Klaren sein.

Alexas Zukunft

Damit Alexa oder andere Sprachassistenten unseren Alltag wirklich erobern, muss noch einiges passieren. Vor allem muss die Spracherkennung der Assistenten noch besser funktionieren. Deshalb setzen Entwickler aktuell vor allem darauf, die Sprachassistenten „menschlicher“ zu programmieren, sodass flüssige Gespräche möglich sind, bei denen Nutzer keine Befehle mehr runterrasseln müssen. Denn aktuell ist es noch nicht möglich einfach drauflos zu sprechen. Darüber hinaus muss das Thema Smart Home die breite Masse erreichen, denn erst dann kann Alexa zeigen, was sie wirklich alles kann. Bis zum Durchbruch wird es also noch etwas dauern, die Entwicklungen gehen aber deutlich voran.

Quellennachweis für verwendetes Bildmaterial: Zapp2Photo / Shutterstock.com

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